12-jähriger Österreichischer Bub wird zum Räuber um Spielsucht zu finanzieren

Das Glücksspiel ist derzeit ein heiteres Thema in Europa und jeden Tag werden neue Hiobsbotschaften ans Tageslicht gebracht. So sind wir auf einen aktuellen Pressebericht unseres Nachbarlandes Österreich gestoßen, der das Thema wieder in aller Munde bringt.

Ein Zwölfjähriger Wiener Junge, der eigentlich seine Zeit damit verbringen sollte in die Schule zu gehen, Fußball zu spielen und mit Freunden rumzuhängen, hat es lieber vorgezogen seine Freizeit am Spielautomaten zu vertrödeln und wurde nun aufgrund seiner Spielsucht zum Räuber.
 
Die Polizei wurde auf Ihn und einen Komplizen auffällig, da zwei Schüler regelrecht erpresst wurden und um nicht verprügelt zu werden ihr Handy freiwillig abgaben. Bei den beiden Schülern handelte es sich um zwei zehnjährige, die so mutig waren und den Vorfall dem zuständigen Direktor der Schule meldeten.
 
Daraufhin nahm die Polizei den Zwölfjährigen und seinen Komplizen fest, konnten diese aber aufgrund ihres Strafunmündigkeitsalters, nicht festhalten und übergaben diese ihren Eltern. Zudem wurde bekannt, dass der junge Mann auch versucht haben soll,  Handtaschen zu  stehlen aber aufgrund seiner Erfolgslosigkeit auf die Erpressertaktig umgewechselt sei.
 
In Österreich ist das Spielautomatenglücksspiel in den meisten Bundesländern verboten und wurde nun von den Grünen, aus aktuellem Anlass, kritisiert. David Ellensohn fordert dieses Verbot auch in Wien durchzusetzen und äußerte sich wie folgt: "Es ist allgemein bekannt, dass der Jugendschutz in den Spiellokalen in Wien nur unzureichend gewährleistet ist. Zu leicht ist es auch für Jugendliche möglich, an Spielautomaten ihr Geld zu verspielen und schon in jungen Jahren in die Schuldenfalle zu tappen."
 
Des Weiteren fordert die KPÖ stärkere Kontrollen durchzuführen und an allen Spielautomaten einen Höchsteinsatz einzuführen sowohl als auch die Benutzung von Geldscheinen zu verbieten. Landtagsabgeordnete Ernest Kaltenegger äußert sich wie folgt: "SPÖ und ÖVP tragen die volle Verantwortung für die Misere, die die Spielsucht täglich anrichtet."
 
Sollte Sie feststellen, dass Sie oder jemanden den Sie kennen Spielsüchtig ist, empfehlen wir Ihnen dringendst Hilfe aufzusuchen. Sprechen Sie mit Ihren engsten Verwandten und schämen Sie sich auf keinen Fall. Mit professioneller Hilfe und der Hilfe Ihrer Familie bzw. Freunde ist auch dieses ein lösbares Problem.
 
Es gibt auch online Beratungsstellen, wie zum Beispiel http://www.anonyme-spieler.org/sucht.htm, bei denen Sie gut aufgehoben sind.