Anzahl der Spielautomaten in Rheinland-Pfalz wird verringert
Spielautomaten sind bei vielen Glücksspielern sehr beliebt und sind nicht nur in Spielhallen, sondern auch in Gaststätten verfügbar. Dennoch müssen sich Automaten-Liebhaber in Rheinland-Pfalz darauf einstellen, bald eine geringere Auswahl ans Spielautomaten zur Verfügung zu haben. Vergangenen Montag verließ das der Staatskanzleichef Martin Stadelmaier von der SPD in Mainz verlauten, was auf den neuen Deutschen Glücksspielstaatsvertrag zurückzuführen ist.
Derzeit gibt es in Rheinland-Pfalz nach Angaben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) etwa 7000 Spielautomaten in Gaststätten. Wenn der Glücksspielstaatsvertrag in seiner derzeitigen Fassung durchkommt, dann sind in Zukunft pro Gaststätte nur noch zwei anstatt bisher drei Spielautomaten erlaubt. Damit könnte die Gesamtzahl der Spielautomaten drastisch sinken, was Umsatzeinbußen für die Gaststättenbetreiber mit sich bringen wird, vor allem für kleinere Kneipen.
Ein Sprecher der Dehoga, Ralf Landoll, ist der Meinung, dass man anstatt die Anzahl zu verringern eher dafür sorgen sollte, dass schärfere Kontrollen eingeführt werden. Diese Forderung widerspricht den Forderungen, die aus der Abteilung Spielsucht-Prävention kommen, denn hier plädiert man für eine komplette Abschaffung der Spielautomaten aus den Gaststätten.
Die Politiker des Bundeslandes versuchen beiden Seiten gerecht zu werden. Sie wollen die Spielautomaten in den Gaststätten beibehalten, aber die Spielbedingungen verändern. Zum Beispiel will man sicherstellen, dass die Altersbegrenzungen für das Spielen an den Automaten eingehalten werden und auch die Angaben über Höchsteinsätze und maximale Verluste sollen deutlich gekennzeichnet werden.
Es wäre wünschenswert eine Lösung zu finden, mit denen sich alle Interessenparteien zufrieden geben würden. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln, denn bisher sorgte der Entwurf für den neuen Glücksspielstaatsvertrag für viel Aufsehen.






