Bei der Europäischen Kommission geht Beschwerde über Griechische Glücksspielgesetze ein

GriechenlandDie negativen Nachrichten um die finanzielle Lage Griechenlands brechen nicht ab. Der Rettungsschirm muss von geplanten € 250 Milliarden auf € 440 Milliarden erhöht werden, das Haushaltsdefizit wird vermutlich höher sein, als anfangs gedacht (8,5% anstatt 7,2%), die Arbeitslosenrate liegt bei 16 % und die Tendenz zeigt nach oben. Und das sind nur einige Bespiele, die die misere Lage des Landes in Worte fassen. Das Land sucht händeringend nach möglichen Einnahmequellen. Deshalb ist seit längerem unter anderem die Rede davon, die OPAP, die Griechische Staatslotterie, zu privatisieren.

Es wäre mit Sicherheit eine kleine Hilfe für das Land. OPAP hat in Griechenland derzeit eine Monopolstellung und wie kürzlich bekannt gegeben wurde, soll das wohl auch bis zum Jahre 2020 weiterhin so bleiben. Ob dieser Fall wirklich eintreffen wird, wird sich in Zukunft erweisen. Die Konditionen unter denen das Unternehmen in Zukunft operiert, sind nicht schlecht, denn vor kurzem erst handelte OPAP einen Deal mit der griechischen Regierung aus. Darin heißt es, dass OPAP von der 30% Steuer auf Operationen in landbasierten Casinos befreit ist.

Selbstverständlich empfinden andere Anbieter diese Regelung als unfair, weshalb in Brüssel bei der Europäischen Kommission eine Beschwerde über dieses Gesetz eingegangen ist, wie der Daily Telegraph berichtetet. Es bleibt abzuwarten, wie die Europäische Kommission darüber denkt. In Anbetracht der finanziellen Lage Griechenlands ist dies ein sehr komplexes Thema.