Betfair droht aus dem britischen Glücksspielmarkt auszusteigen

BetfairBetfair, ein bekannter britischer Sportwettenanbieter, hat bekanntgegeben, dass er überlegt, den Betriebssitz ins Ausland zu verlegen. Diese Entscheidung, den selben Weg einzuschlagen wie William Hill, Ladbrokes und viele Online-Casino-Betreiber, wurde durch Unstimmigkeiten mit der britischen Behörde für Pferderennen (British Horseracing Authority - BHA) ausgelöst, die Betfair mit mehreren zusätzlichen Gebühren belegen will.

Derzeit sind die britischen Glücksspielgebühren Punkt des Anstoßes für viele Betreiber des Landes. Bereits jetzt haben einige große Firmen ihren Betriebssitz verlegt, um die überhöhten Lizenzgebühren zu vermeiden, welche die BHA verhängt hat. William Hill und Ladbrokes haben es bereits vorgemacht; wenn Betfair ebenfalls geht, dann wird der britische Online-Glücksspielmarkt ziemlich dünn sein.

Laut Betfair Vorsitzendem, David Yu, würde sich die Firma glücklich schätzen eine Genehmigung in Großbritannien zu haben, allerdings zu vernünftigen Gebühren. Dennoch scheint es so als wäre die BHA nicht gerecht, wenn sie weit mehr verlangen als ihre Konkurrenten im Ausland.

Betfair hat erst kürzlich sein Debüt auf dem Aktienmarkt gehabt und stärkt damit seine Stellung als lukrativstes Online-Glücksspielunternehmen in Großbritannien. Wenn diese Firma tatsächlich den Online-Glücksspielmarkt des Landes verlässt, dann könnte Großbritannien jede Menge Einnahmen aus Gebühren und Steuern durch Betfair und seine Spieler verlieren.