Bwin.party legt französische Geschäfte mit SAjOO zusammen

bwin.partyImmer wieder hört man in letzter Zeit in der Glücksspielwelt von neu gegründeten Joint Ventures und auch heute können wir von einem Zusammenschluss zweier Unternehmen berichten. Der Online Sportwettenanbieter bwin.party hat seine Geschäfte in Bezug auf den französischen Markt (bwin.fr) mit SAjOO, seinerseits ein Joint Venture der beiden Firmen bwin und Amaury (ein französisches Medienunternehmen), zusammengelegt.

Bei der Entscheidung die Geschäfte von bwin.fr und SAjOO zusammenzulegen spielten vor allem die regulatorischen Begebenheiten in Frankreich, die mit unter als kompliziert erscheinen, und finanzielle Gründe, eine entscheidende Rolle. Der Sportwettenanbieter und die französische Mediengruppe sind sich nicht fremd, denn schon seit 2008 arbeiten sie zusammen und sind für die Plattform SAjOO.fr verantwortlich, die Schätzungen zufolge einen Marktanteil von 9% für sich beansprucht.

Der französische Glücksspielmarkt gilt als sehr lukrativ. Sein Wert wird auf etwa € 200 Millionen geschätzt. Das wird mit unter auf den Beginn der Liberalisierung des Online Glücksspielmarktes in Frankreich zurückgeführt, was 2010 erfolgt ist. Seither ist es auch internationalen Anbietern erlaubt der französischen Bevölkerung Online Glücksspiele und Online Pokern anzubieten, sofern sie eine entsprechende Lizenz der französischen Regulationsbehörde ARJEL besitzen.

Die französische Regierung arbeitet momentan an neuen Rahmenbedingungen für den Online Glücksspielmarkt. Vor allem Fragen in Bezug auf die Höhe der Glücksspielsteuer spielen in den Diskussionen um die neuen Gesetze immer wieder eine Rolle. Glücksspielanbieter hoffen darauf, dass der französische Glücksspielmarkt schon bald komplett geöffnet sein wird. Gleichzeitig hofft man aber auch auf rationale Rahmenbedingungen, die alle Beteiligten gleichermaßen berücksichtigen werden.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge in Frankreich entwickeln. Die Entscheidung von bwin.party seine Geschäfte mit SAjOO zusammenzulegen, scheint unter den derzeitigen Bedingungen in Frankreich definitiv eine sinnvolle Entscheidung gewesen zu sein.