Erster Sportwettenanbieter nutz das Urteil des EuGh
Vor einer Woche erklärte der Europäische Gerichtshof in Luxemburg sowohl das deutsche als auch österreichische Glücksspiel- und Sportwetten-Monopol für nichtig und erweckte neue Hoffnung auf einen freien und geregelten Glücksspielmarkt innerhalb Europas.
Seitdem gibt es unzählige Spekulationen und Nachrichten-Artikel, angefangen von Aktien-Hamsterkäufen bis hin zur Suchtberatung, die sich mit dem aktuellen Thema beschäftigen.
Zudem ging laut des Innenministeriums in Niedersachsen heute ein Schreiben, von einem unbekannten internationalen Sportwettenanbieter, per Fax ein, der einen Zulassungsantrag aufgrund der aktuellen Rechtslage gestellt hatte.
Seit dem Jahr 2007 habe es so bereits 13 andere Glücksspielanbieter, wie Online Casinos, gegeben, die ihr Glück auf gleiche Weise versucht haben, aber allesamt abgelehnt wurden. Das niedersächsische Innenministerium wird diesen Antrag nun genau unter die Lupe nehmen und sich dazu in den nächsten Tagen bzw. Wochen äußern.
Bereits im letzten Jahr hatte sich Schleswig-Holstein gegen den Glücksspielstaatsvertrag ausgesprochen und auch Deutschlands Nachbar Frankreich konnte sich der Europäischen Union nicht mehr widersetzen und musste Regeln auf die Beine stellen, die sich der der Europäischen Union anpassten.
Am letzten Donnerstag äußerte sich nun auch der Regierungschef Kurt Beck von der rheinpfälzischen SPD wie folgt: "Wir müssen nun schnell einen neuen Staatsvertrag zwischen den Ländern vereinbaren, der den Auflagen des EuGH an das staatliche Monopol gerecht wird".
Sollten die Bundesländer zu einer Einigung kommen, wird wohl schon zum Ende des Jahres der neue Glücksspielstaatsvertrag vereinbart sein und Deutschland endlich auf die Beine helfen.






