EU-Parlament verabschiedet Resolution zum Thema Spielerschutz
Das EU-Parlament verlangt eine engere Zusammenarbeit aller EU-Mitgliedstaaten im Kampf gegen illegales Glücksspiel und im Bereich Spielerschutz, vor allem in Bezug auf minderjährige Spieler.
Der Glücksspielmarkt in Europa ist sehr divers. Es gibt keine einheitlichen Gesetze, denn jedes Land ist für seine eigenen Gesetze zuständig. Die Probleme, mit denen die Länder zu kämpfen haben, sind dennoch vergleichbar. Illegales Glücksspiel und fehlender Spielerschutz sind nur zwei von diesen Problemen, deren Bekämpfung nach Meinung des Europäischen Parlaments die Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten erfordert. Diesbezüglich wurde am heutigen Dienstag mit 463 zu 163 (17 Enthaltungen) über eine Resolution abgestimmt, in der die EU-Kommission aufgefordert wird, politische Maßnahmen wie zum Beispiel die Einführung gemeinschaftlicher Standards zu ergreifen, um die engere Zusammenarbeit der EU-Länder zu fördern.
Vor allem im Bereich Online Glücksspiel sind gemeinschaftliche Maßnahmen notwendig. Etwa 10% aller Glücksspiele laufen dieser Tage Online ab und das natürlich grenzübergreifend, was die Kontrolle des Online Glücksspiels so schwierig macht. Eine europaweite Zusammenarbeit macht daher vor allem in diesem Bereich Sinn.
Konkret heißt es in der Resolution, dass zum Spielerschutz unter anderem Alterskontrollen eingeführt werden sollen. Darüber hinaus will man auch Beschränkungen für elektronische Zahlungen einführen und zwar bevor ein Spieler aktiv wird.
Um illegales Glücksspiel zu bekämpfen fordert das EU-Parlament die Einführung eines Lizenzierungsmodells für Glücksspielanbieter, um die illegalen Glücksspielanbieter besser ausmachen zu können und um sicherzustellen, dass die Anbieter Regeln und Gesetze befolgen.
Es wird wohl niemals einheitliche Glücksspielgesetze für alle EU-Mitgliedstaaten geben. Doch ist die Zusammenarbeit in verschiedenen Sektoren durchaus wünschenswert um das Glücksspielen in ganz Europa sicherer zu gestalten.






