Europäische Kommission kämpft für einen harmonisierten Markt

Balkanisierung ist ein geopolitischer Begriff der den Zustand der Fragmentierung einzelner Regionen bezeichnet, die sich weigern miteinander zusammenzuarbeiten. Seit kurzem ist der Online Glücksspielmarkt Europas balkanisiert, ein Zustand, den Michael Barnier, Mitglied der Europäischen Kommission, zu ändern versucht.

Im vergangenen Jahr haben zahlreiche Europäische Länder ihre Online Glücksspielmärkte reguliert und der Trend setzt sich auch in 2011 fort. Abgesehen von dem beeindruckendem Wachstum und der schnellen Entwicklung des Europäischen Markts, hat jedes Land seine ganz eigenen Vorstellungen darüber, wie man den landeseigenen Markt regulieren soll. Das hat zu Inkonsistenz geführt. Die Gesetze einiger Länder stehen gar im Widerspruch zueinander.Tatsächlich verletzen viele der Gesetze sogar das Europäische Freihandelsgesetz. Diese Art der Inkonsistenz führte zu Feindseligkeiten zwischen Politikern und Anbietern. Barnier hofft darauf, den Markt zu harmonisieren und Voraussetzungen zu schaffen, die den gesunden Wettbewerb fördern.

Während die meisten Regulatoren die Bitten zur Abänderung der Gesetze schlicht ignorierten, erhielt Barnier Unterstützung von einigen Politikern. Nicolas Sarkozy zum Beispiel zeigte sich sehr unterstützend. Frankreich war eines der ersten Länder, die im vergangenen Jahr ihren Markt regulierten und der Präsident des Landes ist der Meinung man müsse alle Online Glücksspielmärkte Europas harmonisieren. Barnier hofft auf weitere Unterstützung.