Ex-Fußballprofi Schnitzler erhält Strafe durch das DFB-Sportgericht

DFBDer Sport und insbesondere der Fußball werden immer wieder von Manipulationsskandalen heimgesucht. Bisher sind die Strafen für die Beteiligten zumindest in Deutschland noch recht harmlos. Verurteilte müssen meist mit Bußgeldern und Suspendierungen rechnen. So auch der ehemalige Spieler des Kultclubs St. Pauli, René Schnitzler. Dieser wurde heute vom DFB-Sportgericht für 2 Jahre und 6 Monate gesperrt. Die Sperre gilt vom 31. März 2011 bis zum 30. September 2013.

In der Begründung des Sportgerichts ist die Rede von “unsportlichem Verhalten”. Ihm wurde vorgeworfen, dass er von Mai 2008 bis November 2008 mit einem niederländischen Wettpaten in illegale Spielabsprachen verwickelt war. Für insgesamt vier Spiele hat der Spieler € 100.000 bekommen, was er bestätigte. Abgestritten hat er jedoch den Vorwurf der Manipulation auf dem Spielfeld und der DFB ist nach gründlicher Untersuchung des Falls zu dem Ergebnis gekommen, dass es tatsächlich keinen Hinweis darauf gibt, dass Spielmanipulationen seitens Schnitzler stattgefunden haben.

Dieser Fall ist kein Einzelfall. Immer wieder hört man von illegalen Wettabsprachen oder auch Manipulationsskandalen, häufig sogar mit großem Ausmaß wie man derzeit in der Türkei beobachten kann. Behörden wie die FIFA und das IOC suchen seit einiger Zeit bereits nach neuen Wegen, wie man es in Zukunft unterbinden kann, dass solche Vorfälle vermehrt vorkommen und der Fokus wirklich wieder auf das sportliche Event gelegt wird. Gegen Betrüger ist wohl kein Kraut gewachsen, doch kann man zumindest durch härtere Strafen versuchen zu unterbinden, dass die Zahl der Manipulationsskandale weiter ansteigt.