Glücksspiel und Sportwetten - Europäische Sponsoring-Börse in Düsseldorf

Europäische Sponsoring-BörseAm kommenden Montag und Dienstag den 13. und 14. Februar findet in Düsseldorf im CCD Congress Center die Europäische Sponsoring-Börse (ESB) statt, dem Treffen der Sportmarketing-Industrie überhaupt. Interessanterweise steht bei dem diesjährigen Treffen vor allem die Frage danach, wie es in Zukunft in Deutschland um Sportwetten und Glücksspiele steht im Fokus des Interesses. Diesbezüglich wird vor allem der Aspekt der Uneinheitlichkeit diskutiert, die in Deutschland bezüglich des Glücksspielgesetzes herrscht, da Schleswig-Holstein ein eigenes sehr liberales Glücksspielgesetz verabschiedet hat. Darüber hinaus geht es bei der Veranstaltung aber natürlich auch um Themen wie Medienrechte, Sponsoringtrends und Vermarktungsstrategien.

Während man im Rest von Deutschland nur eine geringe Anzahl an Lizenzen für private Sportwettenanbieter vergeben will, setzt Schleswig-Holstein der Vergabe von Glücksspiellizenzen keine Grenzen. Darüber hinaus wird man im dem norddeutschen Bundesland in Zukunft auch legal im Internet Online Glücksspiel und Online Poker spielen können. Auch das ist in den anderen 15 Ländern nicht vorgesehen. Wie die aktuelle Lage in Schleswig-Holstein ist, wir Hans-Jörg Arp von der CDU bei der ESB in Düsseldorf erläutern. Zuspruch von Branchenfachleuten erhält das Kieler Gesetz, was als eines der "modernsten Glücksspielgesetze Europas"bezeichnet wird, dass Spielerschutz und den gesunden Wettbewerb zwischen Anbietern gleichermaßen berücksichtigt und darüber hinaus auch den aktuellen Trends im Bereich Online Glücksspiel Rechnung trägt, auf jeden Fall.

An den Stellen, an denen das Kieler Gesetz gelobt wird, wird der Glücksspielvertrag der anderen 15 Bundesländer kritisiert. Vor allem die Tatsache, dass der Online Glücksspiel- und Pokermarkt nicht bedacht werden, stößt bei Kennern der Branche auf Unverständnis, da zum Beispiel viele Pokerspieler weiterhin im Schwarzmarkt tätig sein werden, wovon weder die Spieler noch der Staat profitiert.

Es ist und beliebt schwer nachzuvollziehen, warum die restlichen 15 Bundesländer sich Schleswig-Holstein und auch vielen anderen europäischen Ländern wie Belgien, Spanien, Holland und Dänemark nach wie vor nicht anschließen wollen. Vielleicht hilft ein Event wie die ESB ja, die 15 Ministerpräsidenten noch umzustimmen.