Glücksspiel - Spielbanken in Schleswig-Holstein stehen zum Verkauf bereit
Seit einiger Zeit schon steht es nicht gut um die Spielhallen in Schleswig-Holstein. Während sie im Jahr 2007 noch einen Bruttospielertrag von € 29,7 Millionen vorweisen konnten, lag dieser in diesem Jahr bei nur noch € 16,5 Millionen. Vor allem um das Casino in Travemünde steht es sehr schlecht. Das Casino machte 2007 Einnahmen in Höhe von € 7,8 Millionen und zählte 72.000 Besucher. Die Einnahmen für 2011 werden auf nur noch knapp € 4 Millionen geschätzt und die Besucherzahl wird wohl bis zum Ende des Jahres die 50.000 Marke nicht mehr überschreiten.
Vor allem die Spielautomaten haben offenbar an Reiz verloren. Das Geschäft an diesen ging stark zurück. Darüber hinaus scheinen die Besucher mehr nach Unterhaltung in den Casinos zu suchen, als ausschließlich nach dem Spielkick. Folglich stieg zwar die Aufenthaltsdauer der Gäste, doch die Einsätze gingen stark zurück.
In Zukunft soll es den Spielhallen durch das neue Kieler Glücksspielgesetz auch erlaubt sein, ihre Spiele online anzubieten. Da sich vor allem Online Spielautomaten sehr großer Beliebtheit erfreuen, ist es durchaus möglich, dass die Umsätze der Casinos wieder steigen.Diese Maßnahmen kommen allerdings für die aktuellen Besitzer zu spät. Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung hat alle fünf Spielhallen zum Verkauf angeboten. Ein europaweites Bietverfahren ist gestern durch das Finanzministerium eröffnet worden. Interessenten können entweder einzelne Spielhallen kaufen, ein Verkauf aller fünf Spielhallen an einen Bewerber ist aber ebenfalls nicht ausgeschlossen. Durch den Verkauf hofft man, die wirtschaftliche Grundlage der Spielhallen zu retten. Es wird sich zeigen ob diese Maßnahme erfolgreich sein wird.






