Glücksspiel in Deutschland: Weitreichendere Marktöffnung und geringerer Steuersatz als anfangs geplant
Heute Begann die Ministerpräsidentenkonferenz in Lübeck zur Zukunft des Glücksspiels in Deutschland. Bereits vor der Konferenz wurde spekuliert in welche Richtung, sich die Länderchefs bewegen werden. Dabei wurde deutlich, dass vor allem die Anzahl der zu vergebenen Lizenzen und der Steuersatz zu den Hauptsstreitthemen bei der Konferenz werden würden.
Im Laufe des ersten Verhandlungstags wurde deutlich, dass die Länderchefs nun wohl doch eine weitreichendere Marktöffnung vorsehen als anfangs geplant. Die Europäische Kommission hatte viel Kritik an dem ursprünglichen Gesetzesentwurf geübt und zeigte sich vor allem mit der restriktiven Marktöffnung nicht einverstanden. Martin Satdelmaier, der Chef der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, erklärte, dass man anstatt nur 7 Lizenzen wohl zwischen 15 und 20 Lizenzen an private Sportwettenanbieter vergeben will.
Auch im Bereich Steuern wollen die Ministerpräsidenten den Sportwettenanbietern entgegen kommen. Der anfangs geplante Satz von 16,66% auf den Umsatz der Anbieter soll auf ein Drittel davon verringert werden. Mit der Reduzierung des Steuersatzes hofft man vor allem illegale Anbieter vom Schwarzmarkt zu locken und sie dazu zu bewegen ihre Wetten legal anzubieten.
Zum Thema Online Glücksspielen heißt es, dass die Länderchefs offensichtlich an dem Verbot festhalten wollen.
Morgen soll es zu einer endgültigen Verabschiedung des Gesetzes kommen. Wir werden Sie natürlich auch darüber informieren.






