Glücksspielgesetze in Österreich für illegal befunden
Nachdem der Europäische Gerichtshof den Glücksspielstaatsvertrag Deutschlands in dieser Woche für nichtig erklärt hatte, kommt nun der nächste Hammer. Gestern befand der Europäische Gerichtshof die Glücksspielgesetze Österreichs, die von den Betreibern verlangen ihren Firmensitz vom Landesinnere zu betreiben, für illegal.
Dies ist nur eines der vielen Urteile die durch die EuGH in letzter Zeit verhängt wurden, das sicherlich zur Veränderung des Klimas, der europäischen Glücksspiel-Industrie, beitragen wird.
Derzeit ist das einzige Unternehmen, das rechtmässig in Österreich zugelassen ist, die Casinos Austria AG. Während dieses Unternehmen den rechtlichen Anforderungen Österreichs zwar entspricht, verstößt es dennoch gegen die Freihandelsanforderungen der Europäischen Union.
Im Wesentlichen hat die Casinos Austria AG ein Monopol für den Glücksspiel-Markt Österreichs, ähnlich zu den Monopolen wie es Sie in Frankreich gab und in Deutschland noch gibt.
Die österreichische Regierung behauptet zudem, dass es effizienter wäre, die Betreiber, die im Land beruhten einfacher zu überwachen und sie damit sicherstellen könnten, dass österreichische Spieler fair behandelt werden.
Sigrid Ligne von der Europäischen Gaming and Betting Association diskrediert diese Theroie allerdings und äußerte sich wie folgt: "Im digitalen Zeitalter gibt es offenbar bessere und effizientere zur Verfügung stehende Mittel, die die Aktivitäten der Betreiber überwachen“.
Das Gericht hat Österreich nun die Option gegeben, sich nach neuen und weniger einschneidenden Mitteln, zur Überwachung ihrer Glücksspiel-Branche, umzuschauen und den Online-Glücksspiel-Markt für ausländische Betreiber zu öffnen . Es wird sicherlich interessant anzusehen sein, wie die österreichische Regierung mit dem Urteil umgehen wird, es ist aber sehr wahrscheinlich, dass sie in die Fußstapfen des Online-Glücksspiel-Marktes Frankreichs stapfen werden.






