Göttingen plant Erhöhung der Automatensteuer
In Göttingen wird ab dem Jahr 2012 die Automatensteuer von 12% auf 15% erhöht. Damit würde man sich anderen Gemeinden in Niedersachsen anpassen, in denen der Steuersatz auch zwischen 12% und 15% liegt, heißt es aus den Reihen der Politiker. In Bremen würde man sogar 20% Steuern erheben.
In Göttingen und Umgebung gibt es zahlreiche Spielhallen. Darüber hinaus sind auch viele Spielautomaten in Gaststätten und Kneipen zu finden. Insgesamt können 293 Spielautomaten gezählt werden, an denen um Geld gespielt werden kann und 101 Spielautomaten, die lediglich zu Unterhaltungszwecken dienen. Mit diesen Geräten nahm die Stadt in der Vergangenheit immer knapp € 1 Million an Steuergeldern ein. Mit der Steuererhöhung hofft man, den Betrag auf € 1,23 Millionen anwachsen zu lassen. Ein OK zur Steuererhöhung gab es bereits vom Finanzausschuss, der Rat muss der Veränderung noch zustimmen.
Inhaber von Gaststätten zeigen sich wenig erfreut über die neuen Steuerbestimmungen. Für diese wird in Zukunft nur noch wenig Gewinn vom Spielautomatenbetrieb abspringen. Auch der Pressesprecher der Merkur Spielotheken, Mario Hoffmeister, meldete sich zu Wort, dessen Unternehmen in Göttingen zwei Spielhallen mit insgesamt 108 Spielautomaten betreibt. Dieser sagte, dass schon bei 12 % Steuern kaum noch etwas vom Gewinn übrig bleibt, wenn man die Wartungs- und Personalkosten berücksichtigen würde.
Zwar kann man seitens der Automatenbetreiber verstehen, dass die Stadt versuchen will seine Kassen zu füllen. Gleichzeitig drückt man aber auch sein Unverständnis darüber aus, dass man von der Automatenbranche noch mehr Geld will, wenn man doch jährlich schon eine beachtliche Summe bekommen würde. Auch warnte man davor, dass durch die Steuererhöhungen Arbeitsplätze gefährdet würden. Vielleicht wird das neue Steuergesetz nach der Kritik erneut durchdacht, denn noch muss der Rat in Göttingen sein OK zur Steuererhöhung geben.






