Griechenland entwirft Gesetzesvorlage für Online-Glücksspiel
Griechenland gehörte bislang noch zu den wenigen Länder in der europäischen Union, die an einem Glücksspielverbot festhielten. Dies soll sich nun allerdings ändern. Denn die Regierung des Landes möchte nun über einen Gesetzesentwurf abstimmen, der eine Regulierung des griechischen Online-Glücksspielmarktes vorsieht - anstelle eines kompletten Verbotes. Genau wie zuvor in Frankreich möchte das Land Lizenzen an Online Casinobetreiber vergeben.
Wie viele andere Ländern, die in der letzten Zeit eine Öffnung und Regulierung ihres Glücksspielmarktes beschlossen haben, möchte auch Griechenland durch Lizenzgebühren und Steuerabgaben für die Glücksspielbetreiber die marode Wirtschaft im eigenen Lande wieder ankurbeln. Laut Bloomberg.com soll die neue Gesetzgebung die Einnahmen der griechischen Regierung um 1 Billion Euro in den nächsten drei Jahren bereichern. Nach der Finanzkrise des Landes, muss Griechenland nun alles daran setzen, möglichst schnell das Rettungspaket der Europäischen Union und des international Währungsfonds abzuzahlen.
Aktuell wird der Wert und das Potential der griechischen Online-Glücksspielindustrie auf über 4 Billionen Euro geschätzt. Mit einer Öffnung des Marktes auch für ausländische Anbieter und die dadurch anfallenden Lizenzgebühren würde das Land in den nächsten Jahren genug einnehmen, um zumindest einen Teil der Schulden begleichen zu können.
Die neue Glücksspiel-Gesetzgebung würde das Land in finanzieller Hinsicht entlasten. Das ist aktuell auch ein Hauptgrund für die Entscheidung für eine Öffnung und Regulierung des griechischen Glücksspielmarktes. Andere Länder werden dem Beispiel von Griechenland sicher folgen, da auch immer mehr europäische Länder aktuell in Zahlungsschwierigkeiten geraten und die drohende Währungskrise durch einen Öffnung und Regulierung ihrer Glücksspielmärkte versuchen abzuwenden.






