Großbritannien: Geld aus stillgelegten Glücksspielkonten für öffentliche Sporteinrichtungen

Britische Sport ClubsDie britische Regierung ist gerade dabei herauszufinden, wie viel Geld auf den stillgelegten Konten von ehemaligen Online-Casinospielern vorhanden ist. Nachdem der genaue Betrag feststeht, möchte die Regierung das Geld verwalten, um öffentliche Sporteinrichtungen damit zu sanieren.

„Jeden Tag wetten Tausende von Menschen auf den Ausgang von Sportereignissen“, sagt John Penrose, britischer Kultur- und Tourismusminister. „ Da ist es doch selbstverständlich, dass man das Geld aus aufgegebenen und stillgelegten Glücksspielkonten, gemeinnützigen Sportprojekten zur Verfügung stellt.“

Zusammengestellt wird der Bericht von Regierungsmitglied Don Foster, der auch die Kriterien für ein „verlassenes“ Konto festlegen möchte. Zudem erarbeitet er mit seinem Team gerade eine rechtliche Grundlage, wann ein Konto als „verwaist“ gilt und wie man mit dem Geld nach dem Abheben vom Konto zu verfahren habe.

Ende des Jahres sollen der Bericht sowie ein Vorschlag zur Neuregelung der Verwendung von Geldern für öffentliche Sportprojekte erarbeitet und abgeschlossen sein. Ein Beratungsprozess soll gleich danach im Anschluss stattfinden.

Das Ganze ist ein sehr interessantes Konzept und es könnte durchaus dazuführen, dass andere europäische Länder mit einer großen Gemeinde von Online-Glücksspielern es auch für ihre Zwecke verwenden.

Deutschland beispielsweise hat Millionen von Glücksspielern: hier wären die Anzahl der stillgelegten Konten und damit auch der verwertbare Geldbetrag höher als in Großbritannien. Die Sporteinrichtungen des Landes würden sehr von dieser Vorgehensweise profitieren, da auf den Konten Hundertausende von Euros liegen.