Initiative Profisport fordert Schleswig-Holsteinisches Glücksspielmodell für ganz Deutschland

GlücksspielstaatsvertragAnscheinend haben sich die Ministerpräsidenten auf einen neuen Entwurf zum Deutschen Glücksspielstaatsvertrag geeinigt, über den bei der Ministerpräsidentenkonferenz vom 26. bis 28. Oktober in Lübeck endgültig abgestimmt werden soll. Diesbezüglich hat sich die Initiative Profisport Deutschland (IPD), ein Interessenverband, der die 4 größten deutschen Profiligen vertritt, erneut an die Ministerpräsidenten gerichtet und fordert eine kontrollierte Öffnung des Marktes für Sportwetten.

Der Verband fordert ein praxistaugliches Modell. Dies bedeutet nach Meinung des Verbands unter anderem, dass ausreichend Lizenzen vergeben werden und das die lizenzierten Unternehmen ihre Angebote bewerben dürfen.

Wenn es nach Meinung der IPD gehen würde, dann sollte in ganz Deutschland das Glücksspielen nach dem schleswig-holsteinischen Modell geregelt werden. In dem norddeutschen Bundesland entwickelte man ein eigenes Modell, welches eine uneingeschränkte Vergabe von Lizenzen sowie geringe Steuerabgaben vorsieht.

Wie das Glücksspiel in Deutschland in Zukunft geregelt sein wird, ist im Detail noch unklar. Offensichtlich wird man auf Netzsperren im Kampf gegen das illegale Glücksspielen verzichten, die man anfangs vorgesehen hatte. Doch wieviele Lizenzen vergeben werden und welche Steuern die Lizenzinhaber zahlen müssen, muss bei der Ministerpräsidentenkonferenz Ende des Monats erneut diskutiert werden.