Langersehnte Full Tilt Poker Anhörung entwickelt sich zur Enttäuschung für die Pokerspieler
Der Pokeranbieter Full Tilt Poker genoss lange Zeit einen sehr guten Ruf in der Online Pokerwelt. Doch dann ereignete sich im April in den USA der Black Friday im Zuge dessen die US-Webseite des Unternehmens wegen angeblichem Betrug und der Geldwäsche vom FBI gesperrt wurde. Ende Juni folgte dann der nächste Schock. Die Alderney Gambling Control Commission (AGCC) entzog dem Unternehmen ebenfalls seine Lizenz und auch der Französische Regulator ARJEL entschied sich nur wenige Tage danach für den gleichen Schritt. Kurz nach der Bekanntgabe des Lizenzentzugs durch die AGCC ließ der Regulator verlauten, dass es am 26. Juli zu einer Anhörung kommen würde und nach langem Warten ist dieser Tag nun endlich gekommen. Im Folgenden finden Sie ein Update über die aktuellen Geschehnisse am Tag der Anhörung im Victoria Plaza Hotel in London.
Die Anhörung begann heute morgen pünktlich um 11 Uhr Ortszeit, doch schon nach nur kurzer Zeit entschieden sich Mitarbeiter der AGCC dazu, diese zu unterbrechen. Es war geplant, dass die Anhörung aus Gründen der Transparenz für die Öffentlichkeit zugänglich sein würde, doch heute Vormittag wurde schnell klar, dass Full Tilt Poker sich damit nicht einverstanden zeigte. Es wurden draufhin alle technischen Geräte für das öffentliche Hearing verboten.
Kurz danach wurde bekannt, dass die Anwälte des Unternehmens ein Druckmittel hatten, um die AGCC dazu zu bewegen, dem Wunsch Full Tilt Pokers nachzukommen. Das Unternehmen schuldet der Behörde noch eine Lizenzgebühr in Höhe von $400.000 und kündigte an, sich zu weigern der Zahlung nachzukommen sofern die Anhörung im Beisein der Öffentlichkeit stattfinden würde. Auch sei man nur dann zur Zahlung der Gebühr bereit, wenn garantiert würde, dass Full Tilt Poker in Zukunft eine neue Lizenz bekommen würde, hieß es weiter.
Full Tilt Poker lehnte die Öffentliche Anhörung ab, unter anderem weil die Informationen, die an die Öffentlichkeit geraten durchaus die Verhandlungen mit den zukünftigen Investoren beeinflussen könnten.
Die Öffentlichkeit hatte damit gerechnet, dass es bei der Anhörung vor allem um die Auszahlung der Spieler geht, die die Full Tilt Seite genutzt haben. Man ist davon ausgegangen, dass die AGCC dem Unternehmen vermutlich noch ein bißchen mehr Zeit zur Verfügung stellen würde, da sich Full Tilt Poker nach wie vor noch in Verhandlungen mit den Investoren befindet, die vor kurzem ihr Interesse bekundet hatten. Aus diesem Grund hatte vor kurzem auch der französische Regulator dem Poker Anbieter mehr Zeit gewährt. Doch darum ging es bisher bei der Anhörung noch nicht.
Vor allem für die Spieler von Full Tilt Poker, die seit Monaten um ihr Geld bangen, ist dieses Update zur Anhörung sehr enttäuschend, da sich diese mehr Aufklärung darüber erhofft hatten, was mit Ihrem Geld passieren würde, vor allem nachdem Andre Wilsenach, der Executive Director der AGCC, noch gestern lautstak verlauten ließ, dass die Auszahlung von $150 Millionen “oberste Priorität” haben würden. Es bleibt abzuwarten, zu welchen Ergebnissen man am Ende des Anhörungstages gekommen ist. Wir werden Sie hier zu den aktuellen Geschehnissen auf dem Laufenden halten.






