Lotto Hessen: Einnahmen gesunken – Land kassiert entsprechend weniger
In Deutschland ist es üblich, dass der Staat Steuereinnahmen aus dem Glücksspielbereich unter anderem nutzt, um Regierungsprogramme im Bereich Bildung und Kultur zu fördern. Auch Sportvereine profitieren häufig von den Einnahmen aus dem Glücksspielbereich. So geschieht das auch im Land Hessen, wo der Landessportbund und auch die Liga der freien Wohlfahrtspflege nun zu spüren bekamen, dass die Zahl der Hessischen Bevölkerung, die im Jahr 2010 an Glücksspielen wie Lotto und Toto teilgenommen haben, deutlich gesunken ist.
Wie jetzt der weit verbreitetet Geschäftsbericht von Lotto Hessen zeigte, waren es 2009 noch € 19,95 Millionen die dem Sportbund und € 5,3 Millionen, die der Liga der freien Wohlfahrtspflege zukamen. 2010 bekamen beide Verbände nur noch € 18,07 Millionen und € 4,82 respektive.
Doch nicht nur der Sportverband und die Liga der freien Wohlfahrtspflege kassierten weniger, auch die Landeskasse hat deutlich weniger aus der Wett- und Lotteriesteuer gewonnen. Im Jahr 2009 kassierte das Land € 100 Millionen, 2010 waren es nur noch € 94 Millionen. Darüber hinaus vielen die Zuschüsse für zweckgebundene Mittel weniger aus und sind von € 134,37 Millionen auf € 119,54 Millionen gesunken.
Zusammengerechnet bekam das Land aus dem Glücksspielbereich im Jahr 2010 somit € 22 Millionen weniger als in 2009. Das kommt natürlich nicht von ungefähr. Der Bericht verdeutlicht, dass die Einnahmen von Lotto Hessen auf € 322 Millionen gefallen sind, was einen Verlust von 12,8% im Vergleich zum Vorjahr ausmacht. Als Gründe werden unter anderem die Anzahl der Veranstaltungswochen (2009 waren es 53, 2010 nur 52) und die Höhe des Jackpots genannt.
Der höchste Jackpot 2010 lag bei € 20 Millionen, in 2009 bei sagenhaften € 35 Millionen. Viele Spieler lassen sich von der Höhe des Jackpot anziehen. Es ist kein Geheimnis, dass ein hoher Jackpot Kunden anzieht. Sowohl das Land Hessen, als auch Lotto Hessen gaben, dass die Einnahmen im Jahr 2011 wieder deutlich gestiegen sind.






