Novomatic bekundet Interesse an OPAP im Falle einer Privatisierung
Seit Monaten gelingt es Griechenland nicht, sich aus den negativen Schlagzeilen bezüglich seiner finanziellen Situation zu katapultieren. Zur Lösung des Problems denkt man derzeit über die Privatisierung von Staatsunternehmen nach. Dazu zählt auch das Lotterie- und Sportwettenmonopol OPAP, welches zu 34% dem Staat gehört und dessen Gesamtwert auf € 1,5 Milliarden geschätzt wird.
Der Kauf von OPAP könnte sich als äußerst lukrativ erweisen, denn der Griechische Glücksspielmarkt ist am Boomen. Industriefachleute schätzen, dass die Griechen in der Vergangenheit jährlich pro Kopf zwischen € 250 und € 300 für Sportwetten und Lotterien ausgeben haben. Einem neuen Bericht zufolge, lässt die desaströse Finanzsituation Griechenlands aber leider auch die Bevölkerung nicht kalt, was sich in einem Rückgang der Ausgaben für Glücksspielaktivitäten seit Beginn des Jahres wiederspiegelt. Mit Sportwetten machte man bisher nur € 439,5 Millionen Gewinn und die Lotterien brachten nur € 683 Millionen ein. Das sind Rückgänge von 23% und 15% respektive.
Darüber hinaus beeinflusst auch der illegale Online Glücksspielmarkt diese Zahlen negativ. Schätzungen zufolge ist der Schwarzmarkt € 260 Millionen wert, wodurch der Staat hohe Steuereinnahmen verliert, eine Tatsache, die die Griechische Regierung schließlich dazu bewegte, über die Regulierung des Online Glücksspiels nachzudenken.
Da der Griechische Markt als so profitabel wirkt, haben auch Unternehmen aus anderen Ländern Europas Interesse am Kauf von OPAP gezeigt. Dazu gehört zum Beispiel der Österreichische multinational agierende Konzern Novomatic, der es als "geradezu fahrlässig" bezeichnete sich im Falle der Privatisierung OPAPs das Angebot nicht genauer anzuschauen. Des Weiteren denken auch die Österreichische Lotterie darüber nach, die aber noch keinerlei konkreten Kaufabsichten geplant haben.






