Sammelleidenschaft für Spielautomaten
Es gibt viele Leute die eine Sammelleidenschaft haben. Briefmarken und Münzen gehören dabei zu den gwöhnlicheren Sammelgegenständen. Das Sammeln von Spielautomaten hingegen scheint da etwas außergewöhnlicher zu sein. Nicht jedoch nach Meinung von Reiner Krapohl, der bereits seit vielen Jahren Spielautomaten sammelt. Von Flipper, über Super Speedway und Donkey Kong, bis hin zu Americoin’s Junkyard, in der Sammlung Krapohl fehlt es an nichts.
Zusammen mit drei Bekannten erweckt er alte Spielautomaten wieder zum Leben. In ihrer Sammlung befinden sich derzeit gut 70 Spielautomaten. Der älteste von diesen stammt aus den 70er Jahren. Lagerten sie die Geräte anfangs in alten Kellerräumen, sind sie in der Zwischenzeit in einen alten Drogeriemarkt im Main-Kinzig-Kreis nahe Hanau umgezogen, in dem sie die Spielautomaten seit Mitte 2010 ausstellen und zum Spielen zur Verfügung stellen.
Interessenten ist es möglich, an jedem ersten Samstag des Monats im Drogeriemarkt vorbeizuschauen um sich an den Spielautomaten zu versuchen, allerdings nur zum Spaß. Der Eintritt kostet für den ganzen Tag € 5. Das Publikum variiert nach Angaben des Besitzers Krapohl. Egal ob Mann oder Frau, von jung bis alt, es ist alles dabei. Sehr beliebt unter Frauen ist der Flipper-Spielautomat, aber auch die beiden Schießautomaten „Bonanza“ und „Haunted House“ aus dem Jahre 1973 sind der Renner, die nach dem Vorbild von Jahrmarkts-Schießbuden entwickelt wurden.
Auch wenn im Zeitalter des Internet das Spielen am Spielautomaten Online immer beliebter wird, ist die traditionelle Spielautomaten-Szene in Deutschland nach wie vor sehr lebendig, wie Krapohl bestätigte, der beim letzten „Vintage Computing Festival“ in München sogar einen Ausstellerpreis bekommen hat. Für Spielautomatenfans lohnt es sich auf jeden Fall bei Krapohl und dem „For Amusement only“-Verein vorbeizuschauen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß.






