SportingBet will keine Lizenz für den französischen Markt

Sporting BetWährend sich aktuell viele Online-Casino-Betreiber um eine Lizenz für den französischen Markt bemühen, gibt es noch etliche Unternehmen, die sich nicht ganz sicher sind. SportingBet ist einer von diesen. Laut Aussage des Unternehmenes seien die französischen Glücksspielgesetze zu streng, als dass ein Glücksspiel-Anbieter in Frankreich echte Gewinne erzielen könnte.

Im Augenblick steht SportingBet noch mit den zwei französischen Zeitungen Le Monde und L`Express bezüglich einer B2B-Partnerschaft in Verhandlung. Wenn die Rentabilität des Joint-Ventures sich für SportingBet allerdings als zu niedrig erweist, wird es scheitern. Partnerschaften mit französischen Unternehmen einzugehen, ist eigentlich die gängigste Taktik von ausländischen Glücksspiel-Anbietern, um auf dem französischen Markt Fuß zu fassen. SportingBet befürchtet allerdings, dass der Gewinnverlust durch die restriktiven französischen Gesetze zu hoch sein könnte.

Das Unternehmen hätte im Prinzip die Möglichkeit, sein IT-System an die Anforderungen Frankreichs bis 2011 anzupassen. Wenn es sich allerdings gegen einen Markteintritt entscheidet wäre dies natürlich hinfällig. Dabei ist SportingBet nicht uneinsichtig: das Unternehmen sieht die Gründe hinter der Entscheidung für die Online-Glücksspiel-Steuer, möchte aber nicht auf seine Einnahmen verzichten.

Andere Glücksspiel-Anbieter wie UniBet haben vor kurzem ihre Entscheidung, sich nicht auf den französischen Markt zu wagen, verteidigt. Zu groß sei ebenfalls der Gewinnverlust durch die Besteuerung des Glücksspiels. Frankreich macht es potentiellen Interessenten mit seiner strengen Gesetzgebung also nicht leicht. Aber vielleicht müssen erst die großen Anbieter ihren Eintritt in den Markt verwehren, damit Frankreich etwas an seiner Gesetzgebung ändert.