Umsetzung der dänischen Glückspiel-Gesetze verzögert sich
Im Frühsommer verabschiedete das dänische Parlament ein Gesetz, das die komplette Überarbeitung der aktuellen Online-Glücksspielgesetzgebung des Landes vorsah. Zuvor gab es ein Intervenieren der Europäischen Union, die anmerkte, dass die dänischen Gesetze nicht mit den europäischen Richtlinien übereinstimmen würden. Daraufhin sollten die neuen Gesetze zur Regelung des Online-Glücksspiels bis Januar 2011 in Kraft treten und die alten damit ablösen.
Nun kündigte aber das dänische Parlament an, dass die Umsetzung sich auf unbestimmte Zeit verzögere. Nach Angaben der dänischen Spielbanken-Kommission ist es beinahe unmöglich dem Ansturm an neuen Glücksspiel-Lizenzen, die mit der Einführung der neuen Gesetze ebenfalls obligatorisch werden, Herr zu werden.
„Es ist wirklich unwahrscheinlich, dass wir es vor Weihnachten noch schaffen“, sagte Richard Funch, Manager bei Ladbroke. „Wir haben bereits die technischen Anforderungen erhalten, dennoch fehlen einige wichtige Details. Es wird also eher auf eine Umsetzung im März oder April hinauslaufen.“
Nach dem aktuellen Stand werden Lotterie, Bingo, Rubel-Lose und Keno nicht mehr durch die privaten Online-Glücksspielanbieter vertrieben werden. Diese Spiele werden vom dänischen Glücksspielmonopol ausgegeben und reguliert.
Wenn die Gesetzgebung endlich verabschiedet und angepasst ist, dann werden nur noch zwei Lizenzen für die privaten Betreiber übrig bleiben. Das werden zum einen die Lizenzen für Online-Casinos und Pokerräume und zum anderen die für Sportwetten sein. Alle potentiellen Lizenznehmer verpflichten sich, eine Anmeldegebühr von 36 .000 Euro zu zahlen. Weitere jährliche Gebühren werden zwischen 51 .000 und 200.000 Euro liegen.






