Zweite kanadische Provinz möchte Glücksspiel-Webseite starten
Nicht nur in den USA und Europa werden derzeit die Online-Glücksspiel-Gesetze überarbeitet. Regierungen auf der ganzen Welt suchen nach einem Weg ebenfalls Gewinn aus der ertragreichen Glücksspiel-Industrie zu ziehen. Einige kanadische Provinzen bieten bereits eigene Glücksspiel-Webseiten an – nun zieht auch die bevölkerungsreichste Provinz in Kanada, Ontario, nach.
Bereits am Dienstag verkündete die Regierung von Ontario, dass sie die nächste sein werde, die den Einwohnern der Provinz eine Glücksspiel-Webseite anbieten wird. Die Regierung schätzt, dass aktuell ca. 400 Millionen Dollar jährlich in die Glücksspiel-Kassen ausländischer Anbieter fließen. Von diesem riesigen Kuchen möchte die Regierung nun auch ein Stück abhaben.
Noch vor kurzem hatten die Bevollmächtigten noch alles daran gesetzt, Glücksspiel-Aktivitäten in der eigenen Provinz zu verhindern. Zu groß sei die Gefahr von Spielsucht und Abhängigkeit. Diese Haltung änderte sich aber schnell, als Finanzminister Dwight Duncan erkannte, dass er mit einem Verbot nichts erreichen konnte. Im schlimmsten Fall bezwecke er sogar das Gegenteil. Viele Spieler gingen zu ausländischen Anbietern und Webseiten und investierten dort ihr Geld.
Die von Ontario betriebene Glücksspiel-Webseite soll 2010 an den Start gehen. Nähere Details sind bislang nicht bekannt. Eines ist aber jetzt schon sicher: Ontario wird aus den Fehlern, die bei der Umsetzung der ersten kanadischen Glücksspiel-Webseite in British Columbia gemacht wurden, lernen. Anstatt das Design und die Programmierung selber in die Hand zu nehmen, sollte sich Ontario auf die Hilfe von erfahrenen Glücksspiel-Betreibern wie der Kahnawake-Glücksspiel-Gesellschaft verlassen. Denn das letzte, was die Provinz dann gebrauchen kann, ist ein weiterer Glücksspiel-Skandal.






